Wer in der Schweiz eine Lohnabrechnungssoftware sucht, braucht in der Regel mehr als ein reines Lohnberechnungsprogramm. Entscheidend ist, ob die Lösung die Schweizer Anforderungen abdeckt, sich in Ihre HR- und Finanzprozesse einfügt und den monatlichen Aufwand für Korrekturen, Rückfragen und manuelle Eingaben spürbar senkt.
Zusammenfassung
- Die Wahl einer Software hängt in erster Linie von den Anforderungen des Unternehmens (Grösse, Komplexität der Prozesse, HR/ERP-Integration) ab und weniger von der Marke.
- Die grösste Herausforderung liegt in der Qualität der vorgelagerten Daten (Arbeitszeiten, Absenzen, Prämien) und weniger in der Lohnabrechnung selbst.
- Ein Softwarewechsel ist nicht immer notwendig: Eine gute Schnittstelle zwischen den HR-Tools und der Lohnbuchhaltungssoftware kann bereits ausreichen, um die Effizienz zu steigern.
- Die Software muss den schweizerischen Anforderungen entsprechen und sich gut in das Unternehmensökosystem integrieren lassen.
- Kelio positioniert sich als Ergänzung, die die HR-Daten zuverlässiger macht und deren Übermittlung an die bestehende Lohnbuchhaltungssoftware automatisiert.
Klären Sie deshalb zuerst Ihre Ausgangslage: Wollen Sie Ihre Payroll vollständig ablösen, ein neues Lohnprogramm für klar abgegrenzte Lohnprozesse einführen oder Ihre bestehende Lohnbuchhaltung mit zuverlässigeren Daten aus Zeiterfassung, Absenzen und Freigaben versorgen?
Gerade in Unternehmen mit mehreren Standorten, unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen oder einer bereits etablierten Payroll liegt der grösste Hebel selten in einer neuen Software. Ein erheblicher Teil des Aufwands entsteht vor der eigentlichen Lohnabrechnung: bei variablen Lohndaten, Überstunden, Abwesenheiten, Zuschlägen und der Übergabe an die Lohnbuchhaltung. Dieser Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen: ein neues System einführen oder die bestehende Payroll gezielt anbinden.
Lohnabrechnungssoftware in der Schweiz: Welche Lösungen vergleichen?
Für die Lohnabrechnung in der Schweiz stehen unterschiedliche Software-Ansätze zur Verfügung. Manche Lösungen richten sich an KMU mit klaren Standardprozessen, andere sind tief in ERP-, HRM- oder Verwaltungsumgebungen verankert. Für Ihre Shortlist zählt nicht der Markenname, sondern der konkrete Einsatzbereich.
Dieser Vergleich nimmt sieben Lohnsysteme unter die Lupe, die im Schweizer Payroll-Umfeld eine Rolle spielen und sich gut in Integrationsprojekte mit vorgelagerten HR- und Zeitdaten einfügen:
- ABACUS von Abacus
- URNABUS von data consulting
- CRESUS von Epsitec
- PANISALAIRES von Panipro
- PROCONCEPT von Forterro
- WINBIZ PAYROLL von Winbiz
- XPERT HRM von TI Informatique
Vergleichstabelle: Lohnabrechnungssoftware Schweiz im Überblick
| Lösung | Anbieter | Typ der Lösung | Fokus | Stärken im Vergleich | Zu prüfen | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ABACUS | Abacus | Lohnsoftware mit ERP-Anbindung | Lohnbuchhaltung Schweiz, Finanz- und Unternehmensprozesse | Etabliert in der Schweizer Unternehmenslandschaft, stark bei integrierter Buchhaltung | Projektumfang, Schnittstellen, Module, Swissdec/ELM-Abdeckung | KMU, mittelgrosse und grössere Unternehmen mit ERP-Ausrichtung |
| URNABUS | data consulting | Lohn- und Verwaltungslösung | Administrative Lohnverarbeitung | Geeignet für Organisationen mit klar definierten Verwaltungs- und Lohnprozessen | Funktionsumfang, Schnittstellen, Supportmodell, Skalierbarkeit | Unternehmen mit strukturierten administrativen Lohnprozessen |
| CRESUS | Epsitec | Schweizer Lohnprogramm | Standardisierte Payroll-Prozesse | Klarer Fokus auf Lohnabrechnung und KMU-typische Anforderungen | Grenzen bei komplexen HR-Datenflüssen und mehreren Standorten | KMU mit überschaubaren Lohnarten und schlanken Prozessen |
| PANISALAIRES | Panipro | Lohnsoftware | Lohnverarbeitung und variable Lohndaten | Sinnvoll, wenn Lohnprozesse strukturiert geführt und durch externe Daten ergänzt werden | Datenimport, Schnittstellenlogik, Abdeckung besonderer Lohnarten | Unternehmen mit etablierter Payroll-Struktur |
| PROCONCEPT | Forterro | ERP- und Business-Software | Payroll im erweiterten Unternehmenskontext | Stark, wenn Lohnprozesse Bestandteil einer breiteren ERP-Landschaft sind | Einführungsaufwand, Abhängigkeiten zu ERP-Prozessen, Schnittstellen | Organisationen mit anspruchsvolleren Unternehmensprozessen |
| WINBIZ PAYROLL | Winbiz | Lohnprogramm Schweiz | Payroll und administrative Lohnprozesse | Pragmatischer Ansatz für kleinere und mittlere Unternehmen | Skalierbarkeit, Mehrstandortfähigkeit, Automatisierung vorgelagerter Daten | KMU im Winbiz-Umfeld oder mit klassischen Lohnprozessen |
| XPERT HRM | TI Informatique | HRM- und Payroll-Lösung | Personal- und Lohndaten | Sinnvoll, wenn HRM- und Lohnprozesse gemeinsam betrachtet werden | Abgrenzung zwischen HRM, Payroll und Zeitdaten, Schnittstellen | Unternehmen mit HRM-orientierter Lohnverarbeitung |
1. ABACUS: Lohnbuchhaltung im ERP-Umfeld
ABACUS eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Lohnbuchhaltung eng mit Finanz-, Buchhaltungs- oder ERP-Prozessen verbinden möchten. Wenn bereits mehrere Unternehmensbereiche mit Abacus arbeiten, profitiert auch die Payroll von der einheitlichen Systemlandschaft.
Stärken: ABACUS spielt seine Stärken aus, wenn Lohnabrechnung, Buchhaltung und Unternehmensprozesse gemeinsam betrachtet werden. Für Unternehmen mit gewachsener Finanzstruktur lässt sich die Abstimmung zwischen Payroll und Finance dadurch deutlich vereinfachen.
Grenzen: Prüfen Sie genau, wie Arbeitszeiten, Absenzen, Überstunden und variable Lohnarten in die Payroll gelangen. Entstehen diese Daten ausserhalb des Systems, brauchen Sie saubere Schnittstellen und klar definierte Freigabeprozesse.
Geeignet für: KMU, mittelgrosse und grössere Organisationen, die eine ERP-nahe Payroll-Struktur aufbauen oder bereits mit Abacus arbeiten.
2. URNABUS: Lohn- und Verwaltungslösung für strukturierte Prozesse
URNABUS von Data consulting kommt für Unternehmen in Frage, die Lohn- und Verwaltungsprozesse strukturiert führen wollen. Achten Sie im Vergleich besonders darauf, wie flexibel die Lösung mit unterschiedlichen Lohnarten, Mitarbeitendengruppen und Datenquellen umgeht.
Stärken: URNABUS ist eine sinnvolle Option, wenn Sie administrative Abläufe rund um die Lohnabrechnung klar abbilden wollen und bereits mit definierten Payroll-Prozessen arbeiten.
Grenzen: Wer mehrere Standorte verwaltet, sollte die Schnittstellen zu Zeiterfassung, Absenzenmanagement und HR-Prozessen besonders sorgfältig prüfen. Ohne saubere Datenübergabe bleibt ein erheblicher Teil des Aufwands bei HR und Finance hängen.
Geeignet für: Organisationen, die ein bestehendes Lohnsystem mit verlässlichen vorgelagerten Daten versorgen möchten.
3. CRESUS: Schweizer Lohnprogramm für standardisierte Payroll
CRESUS von Epsitec spricht Unternehmen an, die ein fokussiertes Lohnprogramm für klar abgegrenzte Payroll-Prozesse suchen. Der Ansatz passt besonders, wenn die Lohnarten überschaubar sind und HR, Finance sowie Führungskräfte mit kurzen Freigabewegen arbeiten.
Stärken: CRESUS ist für Teams interessant, die ihre Lohnabrechnung mit einem spezialisierten Werkzeug abbilden wollen. Für KMU erleichtert dieser Fokus den Einstieg.
Grenzen: Sobald mehrere Standorte, unterschiedliche Arbeitszeitmodelle oder zahlreiche variable Lohndaten ins Spiel kommen, reicht die reine Payroll-Funktion nicht aus. Dann entscheidet die Qualität der Datenflüsse vor dem Lohnlauf.
Geeignet für: KMU mit standardisierten Lohnprozessen und überschaubarem Integrationsbedarf.
4. PANISALAIRES: Lohnsoftware mit Fokus auf Lohndaten
PANISALAIRES von Panipro unterstützt Unternehmen bei der Lohnverarbeitung. Prüfen Sie im Vergleich, wie zuverlässig die Software variable Daten übernimmt und wie nachvollziehbar sie Abweichungen, Lohnarten und Kontrollen abbildet.
Stärken: PANISALAIRES eignet sich, wenn Ihre Payroll strukturierte Daten aus HR, Zeiterfassung oder Absenzen verarbeiten soll und Ihre internen Prozesse bereits klar definiert sind.
Grenzen: Wenn Daten aus mehreren Quellen zusammenfliessen, sollten Sie die Importlogik und die Kontrollmöglichkeiten vor dem Lohnlauf gründlich testen.
Geeignet für: Unternehmen, die Lohnverarbeitung und Datentransfer pragmatisch verbinden wollen.
5. PROCONCEPT: Payroll im erweiterten ERP-Kontext
PROCONCEPT von Forterro richtet sich an Unternehmen, die Payroll nicht isoliert betrachten. Wenn Lohnbuchhaltung, ERP, Organisationseinheiten und Unternehmensprozesse eng verzahnt sind, bringt ein breiteres Business-System klare Vorteile.
Stärken: PROCONCEPT ist relevant, wenn die Lohnabrechnung Teil einer umfassenderen Systemarchitektur ist. Grössere Strukturen koordinieren so die Datenflüsse zwischen mehreren Abteilungen besser.
Grenzen: Der Projektumfang verdient besondere Aufmerksamkeit. Je tiefer Payroll in ein ERP-Umfeld eingebettet ist, desto wichtiger werden Datenqualität, Rollen, Tests und Change Management.
Geeignet für: Organisationen mit anspruchsvollen Prozessen, mehreren Einheiten oder ERP-orientierter Steuerung.
6. WINBIZ PAYROLL: Lohnprogramm für KMU
WINBIZ PAYROLL von Winbiz richtet sich an Unternehmen, die Payroll und administrative Abläufe in einem KMU-typischen Umfeld abbilden wollen. Wenn Sie bereits mit Winbiz arbeiten, prüfen Sie, wie sich Ihre bestehenden Prozesse erweitern lassen.
Stärken: WINBIZ PAYROLL ist eine sinnvolle Wahl für kleinere und mittlere Unternehmen, die eine pragmatische Lohnabrechnungslösung suchen und keine komplexe HR-IT-Landschaft betreiben.
Grenzen: Bei mehreren Standorten, vielen variablen Lohnarten oder anspruchsvollen Arbeitszeitmodellen sollten Sie testen, wie Daten aus Zeiterfassung und Absenzen in die Payroll gelangen.
Geeignet für: KMU mit klaren Lohnprozessen und Winbiz-Umfeld.
7. XPERT HRM: HRM- und Lohndaten gemeinsam betrachtet
XPERT HRM von TI Informatique ist relevant für Unternehmen, die Personal- und Lohndaten enger zusammenführen wollen. Klären Sie im Vergleich, welche HRM-Funktionen direkt mit der Payroll verbunden sind und welche Daten weiterhin aus externen Systemen stammen.
Stärken: XPERT HRM passt, wenn HRM und Lohnverarbeitung nicht getrennt voneinander bewertet werden. Unternehmen, die ihre Personalprozesse strukturierter abbilden wollen, finden hier einen passenden Rahmen.
Grenzen: Prüfen Sie die Abdeckung von Zeiterfassung, Absenzen, variablen Lohndaten und Exporten konkret anhand Ihrer monatlichen Payroll-Vorbereitung.
Geeignet für: Organisationen, die HRM- und Payroll-Prozesse gemeinsam betrachten und klare Datenflüsse benötigen.
Welche Lohnabrechnungssoftware passt zu KMU und welche zu grösseren Unternehmen?
Für KMU mit wenigen Mitarbeitendengruppen, überschaubaren Lohnarten und klaren Monatsprozessen reicht in vielen Fällen ein klassisches Lohnprogramm aus. Im Vordergrund stehen dann Bedienbarkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis, Support und die Abdeckung von Swissdec/ELM, Quellensteuer, Sozialversicherungen und Lohnausweisen.
Bei grösseren Unternehmen verschieben sich die Prioritäten. HR-Verantwortliche koordinieren mehrere Standorte, verschiedene Arbeitszeitmodelle, unterschiedliche Rollen und komplexere Freigabewege. Der Aufwand entsteht hier weniger in der eigentlichen Lohnberechnung als bei der Datenaufbereitung.
| Unternehmensprofil | Priorität bei der Auswahl | Empfohlene Prüfung |
|---|---|---|
| Kleines Unternehmen | Einfaches Lohnprogramm, klare Bedienung, Standardprozesse | Reicht eine fokussierte Payroll-Lösung aus? |
| KMU mit wachsender Struktur | Skalierbarkeit, Support, Schnittstellen, Mitarbeitendenzugang | Wie entwickeln sich Lohnarten, Standorte und Freigaben? |
| Mittelgrosses oder grosses Unternehmen | Mehrstandortfähigkeit, Governance, Datenqualität, Integration | Entstehen Fehler in der Payroll oder bereits davor? |
| Organisation mit bestehender Payroll | Anbindung von Zeit, Absenzen und variablen Lohndaten | Lässt sich die bestehende Lohnsoftware beibehalten? |
Lohnabrechnungssoftware mit Zeiterfassung und Absenzen Management: Wo liegen die Unterschiede?
Eine reine Payroll-Lösung verarbeitet Lohnarten, Abzüge, Sozialversicherungen und Auswertungen. Sie beantwortet jedoch nicht automatisch die Frage, wie Arbeitszeiten, Absenzen, Zuschläge und Saldi zuverlässig in den Lohnlauf gelangen.
In Unternehmen mit Stundenlöhnen, Schichtmodellen, Teilzeitpensen, Pikettdienst, Nachtarbeit oder mehreren Standorten beeinflusst die Zeiterfassung die Payroll unmittelbar. Werden Absenzen per E-Mail freigegeben und Zuschläge in Excel nachgeführt, steigt der Kontrollaufwand Monat für Monat.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Lohnabrechnungssoftware selbst. Prüfen Sie, wie die Lösung mit folgenden Daten umgeht:
- Arbeitszeiten und Abweichungen
- Ferien, Krankheit und unbezahlte Absenzen
- Überstunden, Zuschläge und Prämien
- Freigaben durch Vorgesetzte
- Export an die Lohnbuchhaltung
- Nachvollziehbarkeit bei Korrekturen
Schweizer Anforderungen an eine Lohnsoftware: Swissdec, Quellensteuer, Sozialversicherungen und Lohnausweise
Bei der Auswahl einer Lohnsoftware in der Schweiz sollten Sie die lokalen Anforderungen früh prüfen. Dazu gehören Swissdec/ELM, Quellensteuer, Sozialversicherungen, Lohnausweise, kantonale Regelungen, Lohnarten und gesetzliche Änderungen.
Eine Payroll-Lösung muss diese Punkte sauber abbilden, sofern sie die Lohnverarbeitung selbst übernimmt. Lassen Sie sich vom Anbieter zeigen, wie er mit Updates, Meldungen, Korrekturen und Spezialfällen umgeht. Ein Demo-Termin sollte stets echte Szenarien aus Ihrem Unternehmen enthalten, nicht nur Standardfälle.
Für Unternehmen mit bestehender Payroll stellt sich zusätzlich eine zweite Frage: Stimmen die Daten vor der Lohnabrechnung? Auch eine leistungsfähige Lohnbuchhaltung verliert an Effizienz, wenn sie Monat für Monat unvollständige oder manuell korrigierte Informationen erhält.
Lohnabrechnungssoftware und Schnittstellen: Wann ist Integration wichtiger als ein Systemwechsel?
Ein vollständiger Wechsel der Lohnabrechnungssoftware ist sinnvoll, wenn Ihre Payroll die fachlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt. Stimmt die Lohnberechnung dagegen, müssen aber HR und Finance jeden Monat Daten zusammensuchen, sollten Sie die Schnittstellen priorisieren.
Eine gute Schnittstelle verbessert den Datenfluss zwischen Zeiterfassung, Absenzenmanagement, HR und Payroll. Sie reduziert Doppelerfassungen, stärkt die Kontrolle vor dem Lohnlauf und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen HR, IT und Finance.
Ein typischer Zielprozess:
- Mitarbeitende erfassen ihre Zeiten über Web, App oder Terminal.
- Vorgesetzte validieren Arbeitszeiten und Absenzen.
- HR kontrolliert Saldi, Zuschläge und variable Lohnarten.
- Die geprüften Daten werden an die bestehende Lohnabrechnungssoftware übergeben.
- Finance verarbeitet die Löhne im gewohnten Payroll-System.
Dieses Vorgehen lohnt sich besonders, wenn Sie Ihre aktuelle Payroll behalten und gleichzeitig manuelle Eingaben reduzieren, Freigaben klarer regeln und die Datenqualität erhöhen wollen.
Einführungsaufwand, Change Management und Support: Was Sie vor der Entscheidung prüfen sollten
Auch die beste Lohnabrechnungssoftware bringt wenig, wenn die Einführung zu knapp geplant wird. Klären Sie zuerst, welche Abteilungen beteiligt sind: HR kennt Regeln und Abwesenheiten, Finance verantwortet Lohnarten und Kontrollen, IT prüft Schnittstellen, Berechtigungen und Hosting, und Führungskräfte erproben die Validierung im Alltag.
Diese Punkte gehören in jeden Auswahlprozess:
- Datenqualität: Welche Stammdaten, Zeitdaten und Lohnarten müssen bereinigt werden?
- Rollen: Wer validiert Zeiten, Absenzen und Korrekturen?
- Schnittstellen: Welche Systeme senden oder empfangen Lohndaten?
- Schulung: Wer braucht eine Admin-Schulung, wer nur eine einfache Bedienoberfläche?
- Go-live: Testen Sie einen echten Lohnlauf vor der definitiven Umstellung.
- Support: Achten Sie auf deutschsprachige Begleitung und Verständnis für Schweizer Eigenheiten.
Kriterien für die Auswahl der passenden Lohnabrechnungssoftware
Ein guter Vergleich führt nicht zwingend zur umfangreichsten Lösung, sondern zu derjenigen, die Ihre Payroll-Situation am besten abbildet. Nutzen Sie die folgende Checkliste für Ihre Shortlist.
- Unternehmensgrösse: Wie viele Mitarbeitende, Standorte und Gesellschaften verwalten Sie?
- Payroll-Komplexität: Welche Lohnarten, Abzüge, Zulagen und Spezialfälle treten monatlich auf?
- Schweizer Konformität: Deckt die Lösung Swissdec/ELM, Quellensteuer, Sozialversicherungen und Lohnausweise ab?
- Zeiterfassung: Wo entstehen die Arbeitszeitdaten, und wie gelangen sie in den Lohnlauf?
- Absenzenmanagement: Wie validieren Führungskräfte Ferien, Krankheit und unbezahlte Abwesenheiten?
- Schnittstellen: Welche HR-, ERP-, Buchhaltungs- oder Zeitwirtschaftssysteme müssen angebunden werden?
- Automatisierung: Welche manuellen Eingaben lassen sich tatsächlich reduzieren?
- Mitarbeitendenportal: Können Mitarbeitende Saldi, Absenzen oder persönliche Daten selbst einsehen?
- Datenschutz: Welche Hosting-Optionen, Sicherheitsanforderungen und Zugriffsrechte sind nötig?
- Support: Wer begleitet Implementierung, Schulung und laufenden Betrieb?
Wann Sie keine neue Lohnabrechnungssoftware brauchen
Viele Unternehmen gehen zunächst davon aus, dass sie eine neue Payroll benötigen. Eine genauere Prozessanalyse zeigt jedoch oft ein anderes Bild: Die Lohnsoftware rechnet korrekt, doch HR und Finance verlieren Zeit mit der Vorbereitung. Der wirksamere Hebel liegt dann in der Automatisierung der vorgelagerten Daten.
Behalten Sie Ihre bestehende Payroll, wenn diese drei Punkte erfüllt sind:
- Ihre aktuelle Lohnsoftware deckt die Schweizer Payroll-Anforderungen zuverlässig ab.
- Finance verarbeitet die Löhne im bestehenden System korrekt und ohne Workarounds.
- Der Hauptaufwand entsteht bei Zeiterfassung, Absenzen, Zuschlägen, Saldi und Freigaben.
In diesem Fall sollten Sie nicht vorschnell die gesamte Lohnbuchhaltung ersetzen. Prüfen Sie zuerst, ob eine HR-Software mit Lohnschnittstelle Ihre Datenqualität und den Monatsabschluss spürbar verbessert.
Wie Kelio bestehende Lohnabrechnungssoftware ergänzt
Kelio kommt genau dort ins Spiel, wo Sie Ihre Payroll behalten und die vorgelagerten Daten besser steuern wollen. Wir sind keine klassische Lohnabrechnungssoftware. Wir verstehen uns als zentrale HR-Software für Zeiterfassung, Absenzenmanagement, Mitarbeitendenprozesse und die strukturierte Übergabe variabler Lohndaten an Ihre Lohnbuchhaltung.
Mit unserer Lohnabrechnungsschnittstelle verbinden Sie HR- und Zeitdaten mit kompatiblen Lohnsystemen wie ABACUS, URNABUS, CRESUS, PANISALAIRES, PROCONCEPT, WINBIZ PAYROLL oder XPERT HRM. Ihre Payroll bleibt das führende System für die Lohnverarbeitung. Kelio liefert geprüfte Daten, ohne manuelle Doppelerfassung.
Dieser Ansatz passt besonders gut, wenn Sie mehrere Standorte, mehrere Gesellschaften, unterschiedliche Arbeitszeitmodelle oder zahlreiche variable Lohnarten verwalten. Unsere Zeiterfassung erfasst Arbeitszeiten und Tätigkeiten zuverlässig. Ergänzend lassen sich Absenzen, Freigaben, Mitarbeitendenzugang, Terminals und Zutrittskontrolle in einem einheitlichen Ökosystem bündeln.
Wann Kelio die passende Wahl im Payroll-Kontext ist
Kelio ist die richtige Wahl, wenn Sie die Lohnabrechnung selbst nicht ersetzen, aber mehr Kontrolle über die vorgelagerten Daten gewinnen möchten. Statt die Payroll neu aufzubauen, verbessern Sie den Weg von der Zeiterfassung bis zur Lohnbuchhaltung.
- Sie wollen Ihre bestehende Lohnsoftware behalten.
- Sie wollen variable Lohndaten ohne manuelle Doppelerfassung übergeben.
- Sie verwalten mehrere Standorte oder Gesellschaften.
- Sie brauchen klare Freigaben für Arbeitszeiten und Absenzen.
- Sie wollen HR, Finance und Führungskräfte auf eine gemeinsame Datenbasis bringen.
- Sie wollen Software, Terminals, Badges und Zutrittskontrolle in einem Ökosystem nutzen.
- Sie legen Wert auf lokale Begleitung, deutschsprachigen Support und Schweizer Konformität.
Seit 1989 begleiten wir Unternehmen in der Schweiz bei der Digitalisierung ihrer HR-, Zeit- und Zutrittsprozesse. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie von der Implementierung bis zum laufenden Support. Für Organisationen mit erhöhten Anforderungen an Datenschutz und Datenstandort stehen passende Hosting-Optionen zur Verfügung.
Beratung zur Lohnschnittstelle anfragen und mit einer Expertin oder einem Experten klären, wie Kelio Ihre bestehende Lohnsoftware ergänzt.
Leiter der Schweizer Niederlassung und seit über 20 Jahren bei Kelio engagiert, ist ein Experte für Zeit- und Aktivitätsmanagement.